In meinem Leben hat sich schon immer alles um Hunde gedreht. Meine Eltern holten unseren ersten Hund - den Boxer Rex - in die Familie als ich nicht mal ein Jahr alt war, es folgten Boxer Rocky und Berner Sennenhund Ringo.

Mit 16 habe ich nach der Schule ein Mal in der Woche bei dem Langenfelder  Tierarzt Dr. Bergmeister ausgeholfen, ein Jahr später konnte ich dort meine Lehre als Tierarzthelferin beginnen. Nach der Lehre wechselte ich nach Duisburg zu dem Tierarztehepaar Dr. Wandschneider. Dort blieb ich bis zur Geburt meines ersten Kindes. Danach habe ich bei Frau Dr. Hartmann in Langenfeld stundenweise gearbeitet.
 

Lena - meine Golden Retriever Hündin - kam 1996 zu uns und war erst wenige Wochen alt, als ich mit ihr beim THW in Leverkusen unter fachkundiger Anleitung anfing eine Ausbildung für die Trümmersuche zu absolvieren. Lena war mit viel Spass und Eifer dabei.

Nach meinem Umzug nach Wesel 1999 suchte ich eine neue Aufgabe für Lena und mich und schloss mich dem Verein " Hunde helfen Menschen" an. Wir besuchten Schulklassen ab dem 3. Schuljahr und vermittelten Kindern den richtigen Umgang mit Hunden unter dem Motto: "keine Angst vorm großen Hund". Bei diesem Verein konnte ich mit Lena einen Wesenstest machen, der von einem öffentlich bestellten und beeidigten Sachverständigen für das Hundewesen durchgeführt wurde. Diesen Test hat Lena bestens bestanden. Nachdem ich eine andere Arbeitsstelle angenommen hatte konnte ich die Tätigkeit im Verein aus Zeitgründen leider nicht fortführen.

2001 fing ich als Ausbilderin für Welpen und Junghunde beim HSSV-Wesel an. Mit viel Spass richtete ich den Welpenplatz mit Wippen, Flatterbändern, verschiedenen Untergründen, Bällepool etc. ein und machte diverse Fortbildungen, u.a. auch ein Seminar mit Birgit Laser"Obedience". Durch Birgit kam ich dann auch zum Clickertraining. Nach zwei Jahren habe ich die Zeit als Trainerin beendet, da ich die Zeit zum lernen für meine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin benötigte

 

Auf die Idee die Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin zu machen kam ich, da Lena mittlerweile beidseitig Knieprobleme hatte. Bei ihr wurde ein Kreuzbandriß diagnostiziert, erst rechts, ein Jahr später links. Ich habe dann im Internet nach Möglichkeiten gesucht, wie ich ihr mit konservativen Methoden helfen kann und bin auf die Seite der Ausbildungsstätte für Hundephysiotherapeuten gestoßen. Nach einigen organisatorischen Schwierigkeiten habe ich die Ausbildung gemacht und sie im März 2004 mit einer umfangreichen Prüfung abgeschlossen.

Im Oktober 2004 wurde bei Lena Spondylose festgestellt, nachdem sie beim Laufen plötzlich zusammenbrach und kurzzeitig eine schlaffe Lähmung der Hintergliedmaßen hatte. Wer sie heute sieht würde nicht meinen, dass sie so schwerwiegende Befunde hat, sie tobt, rennt, apportiert und schwimmt. Daran alleine sieht man, wie wertvoll die Krankengymnastik für Hunde ist, denn ohne die Behandlungen, die ich bei ihr durchführe, wäre sie nicht in diesem guten Gesundheitszustand.

 

Mein gesamtes Leben ist durch Hunde bereichert worden, insbesondere durch Lena und ich hoffe, wie haben noch sehr viele gemeinsame Jahre vor uns.

21.10.2008: leider ist uns nicht mehr viel Zeit geblieben. 2 Monate vor Lenas 12. Geburtstag wurden bei ihr eine Vielzahl von Tumoren in der Lunge festgestellt.

Lena wurde innerhalb von wenigen Tagen immer schwächer, kam kaum noch die Treppe hoch, wollte fast nichts fressen und hatte doch so großen Hunger.

Heute am 21.10.2008 ist Lena eingeschläfert worden. Sie lag friedlich in meinen Armen - konnte einfach nicht mehr.....

Besonderen bedanken möchte ich mich bei der Tierärztin Fr. Dr. Boenigk, die mir mit ihrer schnellen Diagnose, ihrer umsichtigen und doch ehrlichen Art sehr geholfen hat.

Lena ist im Weseler Krematorium eingeäschert worden, auch dort war man sehr umsichtig und rücksichtsvoll.

Lena wird mir so sehr fehlen, so wie es war wird es nie mehr sein!

 

© U.Tönisen

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